Dienstag , 24 Oktober 2017

Martingale-Strategie: Risiko in Grenzen halten

Icon_GluehbirneDie Martingale-Strategie wurde ursprünglich für Roulette entwickelt, wird mittlerweile aber auch bei vielen anderen Casinospielen und sogar als Sportwetten Strategie eingesetzt. Das Prinzip der Martingale-Strategie ist sehr einfach, aber es gibt einige Dinge zu beachten. Es ist nur in wenigen Ausnahmefällen überhaupt sinnvoll, die Martingale-Strategie zu nutzen, denn es gibt einige problematische Details, die zu einem Scheitern der Martingale-Strategie bei Sportwetten führen können. In jedem Fall sollte ein ambitionierter Sportwetten-Fan die Martingale-Strategie kennen.

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Die Martingale-Strategie im Überblick

  • Schwierigkeitsgrad: Mittel
  • Bankroll: Groß
  • Chancen: Mäßig

Welche Wetten sind für die Martingale-Strategie geeignet?

Icon_GehirnWenn du die Martingale-Strategie bei Sportwetten anwenden möchtest, solltest du dir Wetten aussuchen, die alle ungefähr die gleiche Quote haben. Das ist sehr übersichtlich und einfach. Zwar wäre es auch möglich, unterschiedliche Quoten zu nutzen, aber dann müsstest du jeweils den Einsatz anpassen, um eine optimale Verdopplungsstrategie fahren zu können. Da die Auswahl an Sportwetten riesig ist, sollte es zum Beispiel kein Problem darstellen, viele Wetten mit einer Quote von 3,0 oder 4,0 zu finden. Kleine Abweichungen sind akzeptabel, aber es ist besser, wenn die Quote immer exakt gleich ist. Einen zusätzlichen Vorteil kannst du mit einem Einzahlungsbonus aus unserem Wettbonus Vergleich nutzen.

Ab welcher Quote funktioniert die Martingale-Strategie?

Icon_ProzentzeichenDie Martingale-Strategie funktionierte nicht mit sehr kleinen Quoten. Erst ab einer Quote von 2,0 landest du in der Gewinnzone. Allerdings ist der Gewinn bei dieser Quote noch sehr klein. Wenn du beispielsweise mit einem Einsatz von 1 Euro startest und den Einsatz dann bis zu einem Betrag von 64 Euro verdoppeln musst, bevor du eine Wette gewinnst, liegt dein Gewinn bei 128 Euro. Du hast aber zu diesem Zeitpunkt schon einen Gesamteinsatz von 127 Euro platziert, so dass ein mickriger Gewinn von 1 Euro bleibt. Interessant wird die Martingale-Strategie erst ab einer Quote von ca. 3,0. Zu hohe Quoten solltest du vermeiden, da du ansonsten zu oft verdoppeln musst, um erfolgreich zu sein.

Woran kann die Martingale-Strategie in der Praxis scheitern?

Icon_MuenzgeldDie Verdopplung des Einsatzes kann sehr schnell dazu führen, dass dein Budget gesprengt wird. Zudem kannst aber auch an dem jeweiligen Einsatzlimit des Buchmachers aus unserem Wettanbieter Vergleich scheitern. In beiden Fällen hast du dann sehr viel Geld investiert, ohne die letztlich notwendige Wette zu gewinnen. Es ist problemlos möglich, 10 Wetten nacheinander zu verlieren, selbst wenn die Quote zwischen 2 und 3 liegt. Das ist die größte Gefahr bei der Martingale-Strategie, denn diese Strategie kann nur dann zuverlässig erfolgreich sein, wenn du unbegrenzt verdoppeln kannst. Das ist in der Praxis aber aus den genannten Gründen niemals möglich.

Welchen Einfluss haben Gebühren und Wettsteuer auf Martingale-Strategie

Icon_TaschenrechnerWenn du bei einem Wettanbieter Gebühren bezahlen musst oder die Wettsteuer berechnet wird, wirkt sich das auch auf deine Gewinnchancen bei der Martingale-Strategie aus. Wenn beispielsweise grundsätzlich vom Gewinn eine Wettsteuer von 5 Prozent abgezogen wird, reicht eine Mindestquote von 2,0 nicht aus, um mit der Verdopplungsstrategie erfolgreich zu sein. In diesem Fall musst du dann eine höhere Quote wählen, um die Wettsteuer zu kompensieren. Maßgeblich ist immer die Nettoquote. Wenn du dich an diesem Wert orientierst, zählt dann auch die Untergrenze von 2,0. Wenn du grundsätzlich nur Quoten von 3,0 oder höher für diese Strategie verwendet, bist du immer im grünen Bereich.

Wie soll ich die Martingale-Strategie bei Sportwetten einsetzen?

Icon_PapiergeldWir sind grundsätzlich sehr skeptisch bei der Martingale-Strategie. Zwar handelt es sich um ein sehr gutes theoretisches Konzept, das aber in der Praxis durch Limits, Gebühren und Wettsteuer sehr schwer umzusetzen ist. Deswegen solltest du in keinem Fall versuchen, um jeden Preis mit der Martingale-Strategie erfolgreich zu sein. Nach unseren Erfahrungen kann es aber aus psychologischen Gründen manchmal sinnvoll sein, bei einer verlorenen Wette die Martingale-Strategie für 3 oder 4 Runden auszuprobieren. Solange die Einsätze niedrig bleiben, ist auch das Verlustrisiko niedrig.

Bei der Martingale-Strategie mit möglichst niedrigen Einsätzen starten

Icon_MuenzgeldWenn du dich dazu entschließt, die Martingale-Strategie anzuwenden, solltest du immer mit den Mindesteinsatz starten. Ideal ist ein Einsatz unter 1 Euro. Bei einem Starteinsatz von 1 Euro bist du schon in der zehnten Runde bei einem Wetteinsatz von 512 Euro. Spätestens dann musst du wahrscheinlich aufhören, da die Verluste ansonsten viel zu groß werden. Wenn du hingegen mit 10 Cent startest (nicht bei jedem Buchmacher möglich), ist der Einsatz in der zehnten Runde „nur“ 51,20 Euro. Wenn du eine alternative Strategie mit weniger Risiko ausprobieren möchtest, empfehlen wir dir die Favoriten-Kombiwetten-Strategie oder die Livewetten-Strategie.

Fazit

Die Martingale-Strategie ist ein spannendes strategisches Instrument, das jedoch aufgrund der Einsatzbeschränkungen und des begrenzten Wettbudgets ein hohes Risiko beinhaltet. Mit Augenmaß eingesetzt kann die Martingale-Strategie aber durchaus helfen, Verluste relativ schnell zu kompensieren. Ein Wundermittel ist die Martingale-Strategie aber nicht. Mit einem niedrigen Starteinsatz kannst du dein Verlustrisiko in vernünftigen Grenzen halten.

So funktioniert die Martingale-Strategie

  • Bei verlorener Wette: Einsatz verdoppeln
  • Optimal: Quote ist gleich bei allen Wetten (mind.: 2,0)
  • Einsatz solange verdoppeln, bis Wette erfolgreich
  • Danach: Einsatz wieder auf Standard reduzieren

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